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Die 7 Münchner Maler waren eine Künstlervereinigung. Sie umfasste Künstler, die etwa gleich alt waren und die in München lebten. Zur Vereinigung zählten Albert Burkart, Franz Doll, Günther Graßmann, Wilhelm Maxon, Otto Nückel, Walter Schulz-Matan sowie Karl Zerbe. Erstmals 1931 stellten sie öffentlich ihre Werken in der Münchner Städtischen Galerie im Lenbachhaus aus. Durch diese und nachfolgende Ausstellungen in Galerien und Kunstvereinen versuchten sie ihr gemeinsames Ziel zu erreichen um sich auf dem Kunstmarkt zu etablieren. Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden ihnen jedoch systematisch die künstlerischen Möglichkeiten beschnitten. Zahlreiche Werke der Künstler wurden von den Nationalsozialisten als Entartete Kunst bezeichnet und vernichtet. Ihr letztes gemeinsames öffentliches Auftreten fand im Sommer 1937 statt.[1]

Die Ausstellungsgemeinschaft stellt ein charakteristisches Phänomen der Zwischenkriegsjahre dar. Es handelt sich nicht um eine klassische Künstlergruppe, sondern um einen losen Zusammenschluss. Ein großer Teil ihrer Ausstellungen fand nicht in staatlichen Räumen statt, sondern z.B. in Kunstvereinen bzw. privaten Galerien. Im Mai 1931 begann in der Münchner Städtischen Galerie im Lenbachhaus ihre Wanderausstellung. Diese erste Station beruht auf Verbindungen zum Direktor des Hauses, Eberhard Hanfstaengl.

Graßmann und der später beigetretene Wolf Panizza waren auch Mitglieder der Juryfreien. Diese offene, heterogene und ab 1927 dezidiert avantgardistische Künstlervereinigung ist 1911 gegründet worden. 1933 erging ein Verbot durch die Nationalsozialisten. Panizza und Graßmann waren 1931 gegen eine NS-Veranstaltung aufgetreten und dabei verletzt worden.

Im Laufe der Zeit wurden in die 7 Münchner Maler noch Erwin Henning, Wilhelm Heise (Künstler) und Wolf Panizza aufgenommen. Die Gruppierung war lose, sie blieb ohne Programmatik. Die Gruppe der Sieben wurde auch im Zuge der „kulturellen Säuberung“ in der Zeit des Nationalsozialismus neben der Münchener Secession aufgelöst.

Zum letzten Mal zeigte sich die Gemeinschaft im Jahre 1937 in der Münchner Kunsthandlung Theodor Heller (vormals J. Littauer) bzw. im Kunstverein Augsburg. Ab etwa Juni 1937 scheint eine Zäsur stattgefunden zu haben. Nach dieser fanden nur noch Ausstellungen von Künstlern statt, deren Verhältnis zum NS-Staat als unproblematisch bezeichnet werden kann. Hanfstaengl wurde seines Amtes enthoben. Im Juli 1937 eröffnete das Haus der Deutschen Kunst bzw. die Ausstellung Entartete Kunst. Bilder einzelner Mitglieder der Vereinigung wurden beschlagnahmt. Zudem konnten die 7 Münchner Maler nicht mehr in den großen Galerien Münchens - Thannhauser, Heinemann, Caspari - ausstellen. Diese waren aktionsunfähig geworden oder hatten geschlossen.[2]

Bilder von Graßmann und Zerbe wurden als „entartet“ beschlagnahmt. Ein Teil der Mitglieder verlagerte sich notgedrungen auf angewandte Kunst, Wandermalerei oder die Ausstattung von Kirchengebäuden usw. Zerbe emigrierte 1935 nach Boston.

Nicht zu verwechseln ist die Künstlervereinigung 7 Münchner Maler mit der Gruppierung der „Sieben“ aus Barmen. Ihr gehörten die Künstler Theo Champion, Adolf Dietrich, Hasso von Hugo, Alexander Kanoldt, Franz Lenk, Franz Radziwill und Georg Schrimpf an. Diese wiederum veranstalteten 1932 mit Unterstützung des Kunstvereins in Barmen ihre einzige Kollektivausstellung, die in Bochum, Wuppertal-Barmen, Krefeld, Köln und Düsseldorf zu sehen war. Angeblich nahm Schultz-Matan an einer der Ausstellungen teil, sodass dies möglicherweise zur Verwechslung führte.

Literatur Bearbeiten

  • Günther Graßmann, Malerei und Graphik. Ausstellung zum 85. Geburtstag. Bayerische Akademie der Schönen Künste, Ausstellung und Katalog in Zusammenarbeit mit Professor Günther Graßmann, Dr. Inge Feuchtmayr, Marie Stelzer, Garching 1985.
  • Elke Lauterbach: Sieben Münchner Maler: Eine Ausstellungsgemeinschaft in der Zeit von 1931-1937 (= Schriften aus dem Institut für Kunstgeschichte der Universität München, Bd. 70), München 1999.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Feuchtmayr, Inge, Der Weg eines Münchner Malers durch unser Jahrhundert – Günther Graßmann zum 85. Geburtstag, in: Günther Graßmann, Malerei und Graphik. Ausstellung zum 85. Geburtstag. Bayerische Akademie der Schönen Künste, Ausstellung und Katalog in Zusammenarbeit mit Günther Graßmann, Inge Feuchtmayr, Marie Stelzer. Garching 1985, S. 14-18.
  2. Feuchtmayr, Inge, Der Weg eines Münchner Malers durch unser Jahrhundert – Günther Graßmann zum 85. Geburtstag, in: Günther Graßmann, Malerei und Graphik. Ausstellung zum 85. Geburtstag. Bayerische Akademie der Schönen Künste, Ausstellung und Katalog in Zusammenarbeit mit Günther Graßmann, Inge Feuchtmayr, Marie Stelzer. Garching 1985, S. 18.

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