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Ingo Klöcker (* 25. Oktober 1937 in Stuttgart) ist ein deutscher Ingenieur, Designer, Künstler und Hochschullehrer.

Fairytale kdmconfig.png Profil: Klöcker, Ingo
Beruf Künstler und
Schriftsteller
Persönliche Daten
Geburtsdatum 25. Oktober 1937
Geburtsort Stuttgart


Leben Bearbeiten

Kindheit und Ausbildung Bearbeiten

Ingo Klöcker wurde 1937 in Stuttgart geboren. Sein Vater war Kunstgewerbelehrer in Köln, später Werbeberater und schließlich Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Seine Mutter, eine geborene von Manteuffel, war Kinderschwester. Im Alter von drei Jahren zog Klöcker mit seiner Familie aus Köln nach Gächingen auf der Schwäbischen Alb. 1949 kehrte die Familie nach Stuttgart zurück. Klöckner legte am Schickhardt-Gymnasium 1957 das Abitur ab und studierte dann an der Technischen Hochschule Maschinenbau.[1]

Der Kontakt zum Industrial Design Bearbeiten

Noch während seiner Diplomarbeit, die Klöcker im Presswerk bei Daimler-Benz in Sindelfingen auf dem Gebiet der spanlosen Umformtechnik machte, begann sich Klöcker für die Gestaltung von technischen Gegenständen zu interessieren. Während eines Studienjahrs von 1961 bis 1962 an der Hochschule für Gestaltung in Ulm in der Fachrichtung Produktgestaltung arbeitet er mit seinen Lehrern Thomas Maldonado, Hans Gugelot, Friedrich Vordemberge-Gildewart und Otl Aicher und lernte Josef Albers, Max Bill und andere kennen.[1]

Beruflicher Werdegang Bearbeiten

Bei Braun in Frankfurt am Main begann Klöcker seine berufliche Laufbahn als Konstrukteur von Haushaltsmaschinen. Bereits ein Jahr danach gewann er den dritten Preis des ersten großen Design-Wettbewerbs der BRD. Es folgten Tätigkeiten sowohl als Konstrukteur als auch als Designer bei Audi, Rheinstahl und Vorwerk. Bei Vorwerk übernahm er 1975 die Leitung der HA Forschung und Entwicklung und schließlich 1980 die technische Gesamtleitung von Uvex in der Funktion als Geschäftsführer. 1983 bis 2002 war Klöcker hauptamtlicher Professor für Konstruktionslehre, Werkstofftechnik, Industrial Design und Darstellungstechniken für Feinwerktechniker an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg. Seit 2003 ist er lehrbeauftragter Professor mit demselben Aufgabengebiet.[2]

Akademische KarriereBearbeiten

1979 wurde er zum Honorar-Professor an der Technischen Hochschule Braunschweig ernannt, 1980 promovierte er zum Dr.-Ing. an der Universität Hannover und 1982 folgte die Ernennung zum Ordentlichen Professor an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, an der er mehr als 28 Jahre Professor für Konstruktion, Werkstoffe, Industrial Design tätig war.

Werk Bearbeiten

Bildende Kunst Bearbeiten

Kloecker-Primeur.jpg

Materialbild PRIMEUR, 96cmx96cm. Foto: Kemming

Schon in der Kindheit wurde Klöcker von seinem Vater und seinen Lehrern ermutigt, sich künstlerisch zu betätigen. Es entstanden Zeichnungen und Aquarelle und einige Arbeiten, mit denen er die Dreidimensionalität erprobte. Um auch hier ein besseres Fundament zu erhalten studierte er 1970 an der Sommerakademie Salzburg bei Prof. Szyskowitz aus Graz "Figurative Malerei". Es folgten Experimente in Acryltechnik und viele als Serigraphien ausgearbeitete Werke.

Nach einigen Versuchen, Pinsel und Farbe durch modernere Materialien zu ersetzen, entstand 1983 das erste assemblageartige Materialbild "Primeur". Idee und Anregung dazu erhielt er anlässlich einer USA-Reise. Als sich die ersten Aufträge für weitere Bilder dieses Typus einstellten, war das sein Durchbruch.[3] Entsprechende Arbeiten hängen in Institutionen und in vielen Industrieunternehmen. Sein Oeuvre umfasste 2010 über 350 Positionen. Als bekanntestes Beispiel sei die Skulptur "Der Läufer" an der Wollentorstraße in Nürnberg auf dem Gelände der Ohm-Hochschule genannt.[4]

In der weiteren Entwicklung bezog er elektronische und photonische Elemente in die so genannten BHB-Bilder ("Bild-hinter-dem-Bild") ein, bei denen die Kunstwerke nicht an der Oberfläche enden, sondern in die Tiefe gehen.

Schriftstellerei Bearbeiten

Sein künstlerisches Schaffen mit Bildern und Skulpturen beendete Klöcker 2008 fast abrupt. Er widmete sich verstärkt dem Schreiben von Lehrbüchern und Zeitungsartikeln. Er schrieb Aufsätze zu Themen aus der Technik und aus dem Industrial Design, die in der Süddeutschen Zeitung, dem Manager-Magazin und anderen Periodika veröffentlicht wurden. Daneben schreibt er Romane und Geschichten.

EhrungenBearbeiten

  • 1985 Ehrenplakette des VDI für die Leitung des Ausschusses (Obmann) Industrial Design, die Erarbeitung der Richtlinien VDI 2424 Blätter 1 bis 3 und Ausschussmitglied für die Richtlinien VDI 2221, 2222 und 2224 (Methodik)[5]
  • 1992 Erster Preis der Rupert-Gabler-Stiftung zur "Förderung von Kunst, Kultur und Wissenschaften" in Obergünzburg[6]

PublikationenBearbeiten

Fachbücher
  • Stahl und Form, Düsseldorf 1969
  • Produktgestaltung, Springer-Verlag, Berlin 1981. ISBN 978-3-5401-0597-8
  • Werkstofftechnik-Repetitorium, Eigenverlag Fürth 1994
  • Materialbilder, Katalog, Kulturbrücke Schwaben 1997
  • Ausstellung Ingo Klöcker, Katalog, Stiftung Meisterhäuser Dessau 2006
  • Zukunftswerkstatt: Innovationen, neue Ideen und Wege, Shaker-Verlag Aachen 2009. ISBN 978-3-8322-8537-1
Belletristik
  • Als Kain seinen Bruder Abel erschlug, Shaker-Verlag Aachen 2006. ISBN 978-3-8322-5663-0
  • Was hat Koslowski gemacht? Eigenverlag Fürth 2010.
Videos
  • Läufer - eine Metamorphose, Fürth 2001
  • Materialbilder, Fürth 2002


Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Pressemitteilung von artnori
  2. Jahresbericht der Ohm-Hochschule
  3. Bericht über Ingo Klöcker anlässlich einer Ausstellung, S. 8
  4. Presseinformation des Informationsdienstes Wissenschaft zur Kunstplastik "Der Läufer"
  5. Kurzbericht und Vita anlässlich der Einweihung der Flabeg-Säule
  6. Ärztezeitschrift für Naturheilverfahren S. 854

* Dieser Artikel stammt aus der Wikipedia und wurde incl. aller Autoren importiert.

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