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Der Meister der Kaufmannschen Kreuzigung ist der Notname eines Malers, der um das Jahr 1340 in Prag tätig war.

Der Maler war möglicherweise ein Wanderkünstler, der sich im österreichischen Raum aufhielt. Seine Herkunft ist ungeklärt. Von ihm ist nur eine 67 mal 29,5 Zentimeter große Tafel mit der Darstellung der Kreuzigung Christi überliefert, die als „Kaufmannsche“ Kreuzigung bezeichnet wird. Das Bild, das vermutlich kurz vor 1350 entstand, befand sich in der Sammlung Richard von Kaufmanns. 1918 kaufte es das Kaiser-Friedrich-Museum, heute befindet es sich in der Berliner Gemäldegalerie.

Um die räumliche Herkunft der Tafel entbrannte ein Jahrzehnte langer Konflikt zwischen tschechischen und österreichischen Kunsthistorikern.[1] Die tschechische Forschung ordnete das Bild dem Raum Böhmen zu, die österreichische dem nördlichen Raum der Alpen. Eindeutig lokalisiert ist das Werk bislang nicht.[2]

Der Meister steht in seiner Darstellung auf der Höhe der damaligen italienischen Kunst, doch ist er kein Imitator. Er verwendet Verkürzungen wie das verlorene Profil.

Literatur Bearbeiten

  • Robert Suckale: Gotik, Die Wiedergeburt der Kunst, von Giotto bis Lochner. In: Malerei der Welt, Eine Kunstgeschichte in 900 Bildanalysen. Köln 1999.
  • Gemäldegalerie Berlin, Staatliche Museen zu Berlin. München, London, New York, 2. Aufl. 2002.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Jaroslav Pesina: Zur Herkunftsfrage der „Kaufmannschen“ Kreuzigung in Berlin
  2. Gabriela Fritzsche: „Kaufmannsche“ Kreuzigung

* Dieser Artikel stammt aus der Wikipedia und wurde incl. aller Autoren importiert.

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