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Thomas Rhyner (* 1961 in Buchs SG, Schweiz) ist ein Schweizer Grafikdesigner.

Leben Bearbeiten

Rhyner stammt aus einer Familie mit einer lokal und regional bekannten Bäckerei- und Confiserie in Buchs/SG. Seine erste Kunst-Installation kreierte er als Teenager gemeinsam mit seiner Freundin Elisabeth Rist (heute: Pipilotti Rist). Beide wohnten im selben Dorf. Besucher der Ausstellung wurden damals mit in der begehbaren Installation zu findenden Kaugummis belohnt. Rhyner entschied sich dann für den Beruf des Grafikers, den er 1977–1981 in St. Gallen und Vaduz erlernte. Nach zehn Jahren Tätigkeit als Art Director in Schweizer Werbeagenturen machte er sich 1993 als Grafiker selbständig.

Das Zürcher Balletmagazin meint zu Rhyner: „ein erfahrener Konzepter/Grafiker der Avantgarde (...)“. (Position V. die Zürcher Balletzeitung, No. 4, 11/2005, S. 2) [1]

Rhyner ist vorrangig für bildende und performative Künstler und Theaterschaffende in der Schweiz und seit 2008 in Österreich tätig. Er ist seit 2001 Mitglied von Mass & Fieber und arbeitet seit 15 Jahren mit der Videokünstlerin Pipilotti Rist zusammen. Kürzlich erhielt er den Lebensabschnittspreis für kreative Gestaltung der Universität Ostrung in Tschechien. 

Werk Bearbeiten

Rhyners grafisches Werk zeichnet sich aus durch eine Abkehr von klassischen Grafikregeln und er verwendet bevorzugt bis zum Ausgangspunkt zurückmanipuliertes Bildmaterial. Am liebsten macht er Layouts, die aussehen, «als wären sie eine Woche Sonne und Regen ausgesetzt gewesen.» siehe z.B. seinen Buchbeitrag, in dem er die Ästhetik von Überwachungskameras in Tiefgaragen imitierte (Krohn, Tim (2002) Bienen, Königinnen, Schwäne in Stücken. Urs Engeler Editor) [2] Seine wichtigsten grafischen Vorbilder und künstlerischen Einflüsse sind Heinz Edelmann, Willy Fleckhaus und Dieter Roth.

2009/10 arbeitete Rhyner gemeinsam mit Pipilotti Rist an den drei Decken im neuen Bau von Jean Nouvel in Wien, die in Bezug auf Technik und Größe alle bis jetzt da gewesenen Kategorien sprengen (Grafik auf Flächen von 300, 700 und über 1000 Quadratmetern, integrierte Videos in LED-Technik).

Rhyner designte für Rist:[3]

  • Karakaracan. Tokyo/Zürich, 2007 (Publikation des Hara Museum of Contemporary Art Tokyo zu Ausstellung „Karakara“)
  • Pepperminta Homo Sapiens Sapiens. Boxa Ludens, Lars Müller Publishers, Wettingen, 2005 (Publikation des Bundesamts für Kultur zur Ausstellung an der Biennale Venedig).[4]
  • Apricots Along The Street. Scalo Zürich/Berlin/New York, 2001.
  • Himalaya, Pipilotti Rist 50 kg. Oktagon Verlag, Köln 1998.
  • Denkmal für Emilie Kempin-Spyri. (Design der Stickerei und Schnitzerei)[5]

Auszeichnungen Bearbeiten

  • 1991: ein Mal Silber und elf Mal Bronze des Art Directors Club Schweiz
  • 1993: ein mal Bronze des Art Directors Club Schweiz
  • 1998: gemeinsam mit Tim Krohn: European Regional Design Annual von „PRINT. America’s Graphic Design Magazine“

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. http://www.mathiaszimmermann.com/data/media/PDF_1428.pdf
  2. http://www.engeler.de/bienen.html
  3. http://www.pipilottirist.net/publimus.html
  4. http://www.slanted.de/eintrag/pepperminta-homo-sapiens-sapiens
  5. http://www.kempin-spyri.uzh.ch/ehrungen/denkmal/credits.html
Fairytale kdmconfig.png Profil: Rhyner, Thomas
Beruf Schweizer Grafikdesigner
Persönliche Daten
Geburtsdatum 1961
Geburtsort Buchs SG



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